Evolution oder Revolution im Verpackungsdesign
- Katja Wagner

- vor 2 Tagen
- 1 Min. Lesezeit
Eine Entscheidungshilfe

Jedes Briefing beinhaltet die wichtige Frage:
Soll das Design weiterentwickelt werden – oder komplett neu gedacht? Also: Evolution - oder Revolution im Verpackungsdesign?
𝘚𝘱𝘰𝘪𝘭𝘦𝘳:
Markenverantwortliche tendieren zur Revolution, weil sie ihr Design schon in- und auswendig kennen.
Kreative, weil Revolution mehr Spaß macht.
Aber so entscheidend sind diese Meinungen nicht – wichtiger sind die Shopper. Denn am Regal muss das Design in Sekundenbruchteilen funktionieren.
Evolution im Verpackungsdesign macht Sinn, wenn
👉 eine Marke grundsätzlich funktioniert
👉 sie modernisiert oder Klarheit optimiert werden soll
👉 es um die Anpassung an neue Kanäle geht
𝘝𝘰𝘳𝘵𝘦𝘪𝘭𝘦:
Kostengünstiger als eine Revolution, deutlich risikoärmer, stärkt die Markenbekanntheit
𝘕𝘢𝘤𝘩𝘵𝘦𝘪𝘭:
Evolutionen müssen regelmäßig erfolgen, um relevant zu bleiben.
Beispiel: Relaunch des Erdnussriegels Mr. Tom.
Revolution im Verpackungsdesign macht Sinn, wenn
👉 sich Strategie, Markt oder Geschäftsmodell grundlegend verändern
👉 die Marke völlig neu positioniert werden muss
👉 eine Markenfusion geplant ist
𝘝𝘰𝘳𝘵𝘦𝘪𝘭𝘦:
Maximale Aufmerksamkeit, klare Neupositionierung, neue Zielgruppen können erschlossen werden (Achtung: manchmal sind das nicht die richtigen – das Bahlsen-Redesign ist dafür ein bekanntes Beispiel).
𝘕𝘢𝘤𝘩𝘵𝘦𝘪𝘭𝘦:
Hohe Kosten, Risiko des Verlusts von Stammkäufern – daher oft nur sinnvoll mit starker medialer Begleitung.
Beispiel: Neupositionierung der Gläsernen Molkerei zur Gläsernen Bio-Molkerei inkl. Logo- und Packaging-Relaunch.
Meine Empfehlung:
👉 Bauchgefühl und FOMO ausschalten und an Zielen, Strategie und Daten orientieren
👉 Egal welcher Weg: Zunächst sollten die Distinctive Brand Assets definiert werden – also die Elemente, die intuitiv mit der Marke verknüpft werden.
👉 Und meistens machen mehrere Evolutionen mehr Sinn als eine Revolution.
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LinkedIn Post: 15.01.2026 by Katja Wagner




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