top of page
  • Christina Rüter

Pitches: Nein oder Ja?

Ein schmerzhaftes Thema für Agenturen, ein relevantes Thema für die Kunden. Wann ist ein Pitch eine Win-Win Situation und wird mit gegenseitigem Respekt durchgeführt?




Abgelehnt und dann das Projekt doch gewonnen...


… manchmal ist es so gut “NEIN” zu sagen.

Wir wurden kürzlich eingeladen, bei einem Pitch teilzunehmen und das bei einem bestehenden Kunden, der uns gut kennt und sehr schätzt.


Wir haben uns dagegen entschieden - warum?


👉 Weil wir in jedes Projekt unser Herzblut, unzählige Stunden und unsere ganze Kompetenz und Leidenschaft stecken.

👉 Unter Wert zu arbeiten bzw. kaum bezahlt zu werden, tut eine Menge mit unserer Moral und wollen wir uns nicht leisten.


Oder gehst du zu deinem Arzt und zahlst von Zeit zu Zeit nur einen kleinen Betrag seiner Rechnung - einfach, weil du seine Qualität challenged? Undenkbar…


Unsere Branche ist leider echt kaputt gepriced. Die Wertschätzung der Kunden und Brand Owner ist zwar auf persönlichem Level da (wir haben wirklich super nette Kunden!), aber wirtschaftlich betrachtet, werden wir unter enormen Preisdruck gesetzt.


Unser Pitch-NEIN ging zum Glück richtig gut aus: der Kunde rief an und sagte, dass er doch mit uns arbeiten möchte.


Ganzheitliche Qualität überzeugt und bindet also doch?


Und natürlich wissen wir, warum Brand Owner manchmal pitchen wollen:


3 Gründe für Pitches für den Brand Owner:

  • Zugang zu einer Vielzahl von Ideen und kreativen Lösungen

  • Vergleich verschiedener Agenturen

  • Erzielung besserer Preise durch Wettbewerb


Aber in Wahrheit bringen Pitches auch viele Nachteile und Kosten mit sich.

Gründe gegen Pitches für den Brand Owner:

  • Hoher Zeitaufwand für die Organisation und Bewertung der “unzähligen” Ideen und Lösungen

  • Oberflächliche “Show-Off Konzepte” statt langfristig durchdachter Strategien

  • Mögliche Einbußen bei der Qualität durch Fokus auf den Preis

  • Potenzielle Schädigung der Beziehung zu bestehenden Partnern

  • Förderung einer Preiskampf Kultur, die unternehmenseigenen Werten entgegenstehen kann

  • Erzeugung von so viel Energie und Ressourcen, die zum Großteil im Müll landen - alles andere als nachhaltiges wirtschaften

Pitchen wir also nie mit?


Wenn man jemanden neu kennenlernen möchte, sagen wir manchmal zu. Lieber sind uns aber immer persönliche Kennenlern-Meetings oder Workshops, die einen guten und fundierten Eindruck vermitteln und gemeinsame Richtungen definieren, die wir dann “explorieren”. Auch ein gemeinsamer Design Sprint zu einem Thema der Marke kann ein tolles Format für ein erstes Projekt sein.


Was denkst du über die Preisentwicklungen in der Branche? Pitched du gerne?


Author: Christina Rüter

Veröffentlichung: 07.11.2023



Commentaires


bottom of page